Der Deutschlandcup im Rhönradturnen bildet den jährlichen Höhepunkt der Wettkampfsaison für die Landesklassen. Alle Bundesländer dürfen 2 Starter pro Altersklasse ins Rennen schicken. In Bayern werden neben dem Bayernpokal ein Qualifikationswettkampf, zu dem nur die jeweils besten sechs Turner/innen des Bayernpokals antreten dürfen, als Auswahlkriterien herangezogen, und zwar in der Summe.
Nach dem Bayernpokal Anfang Juli in Aschaffenburg hatten sich vier Rhönradturnerinnen aus dem Turngau München für den Quali-Wettkampf in Haar im Oktober qualifiziert.
Bei der AKL 13/14 war Eva Herrmann vom TSV Haar mit dem 3.Platz vorqualifiziert, konnte aber nicht ganz an ihre Vorleistung anschließen und musste sich am Ende mit dem undankbaren Rang 3 begnügen, ein Zehntel hinter der zweiten.
In der AKL 15/16 war Jana Haier vom SV Lohhof mit 6,45 Punkten als 4. ins Rennen gegangen. Beim Quali-WK gelang ihr mit 7,90 Punkten, und damit der besten Kür in ihrer AK, der Sprung auf Platz 2, nur 5 Hundertstel vor der Drittplatzierten.
In der AKL 25-29 (und älter) waren Hannah Suttner vom TSV Haar (als 5. des Bayernpokals, jetzt aber leider verletzt) und Daniela Müth vom SVN München gemeldet.
Letztere hatte bereits beim Bayernpokal Maßstäbe gesetzt. Aus Mangel an Teilnehmern in ihrer eigentlichen AK 30-39 musste sie in der jüngeren AK antreten, bei der ein um 0,8 Punkte (!!) höherer Schwierigkeitswert erlaubt gewesen wäre. Trotzdem konnte sie mit ihrer beeindruckenden Kürpräsentation 8,35 Punkte erturnen und mit über 0,5 Punkten Vorsprung überraschend deutlich den 1.Platz belegen. Beim erneuten Aufeinandertreffen setzte Daniela noch eins drauf: mit 8,80 Punkten verbesserte sie ihre Vornote um weitere Zehntel und darf nun als Gesamtsiegerin, mit insgesamt 2,3 Punkten Vorsprung, die bayerischen Farben im November beim Deutschlandcup in Lüdenscheid vertreten.

Herzlichen Glückwunsch!

Renate Brotzeller

23.10.2017