Das Finale

Wie bereits berichtet, fand im Juli erstmals eine Vorrunde zum Bayern Pokal statt, in der die besten acht Mannschaften je Wettkampfklasse (WK2-5) ermittelt wurden, die am vergangenen Wochenende die Sieger der Gaumeisterschaft des Turngau Münchens unter sich ausmachten. Dazu kamen jetzt im Herbst noch die Turnerinnen (WK1). Alle weiteren Mannschaften und die F-Jugend, die nicht im Gau vertreten ist (WK6), kämpften um ihre eigenen Platzierungen in einem Rahmenwettkampf. Allerdings kann man sich nur im Gauwettkampf ab der D-Jugend für den Regional- und den anschließenden Landesentscheid qualifizieren.

Je nach Wettkampfklasse (WK) durften Übungen von der P2 bis zur P9 an den olympischen Geräten Sprung, (Stufen-)Barren, Balken und Boden gezeigt werden.

Bisher wurde dieses Wettkampfwochenende auf zwei Tage verteilt, aber aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen von insgesamt 563 Turnerinnen im Alter von 6 bis 27 Jahren in 105 Mannschaften, begann die A/B-Jugend bereits am Freitag Abend mit ihren Wettkämpfen. Dadurch waren die restlichen zwei Tage deutlich entspannter.

Neu war in diesem Jahr auch die Ehrung der ersten zehn Turnerinnen pro Wettkampfklasse getrennt nach Gau- und Rahmenwettbewerb. Die ersten drei bekamen einen Pokal und eine Urkunde, die weiteren je eine Urkunde und alle noch ein kleines Geschenk. Diese Auswertung kam zustande, da ja heuer kein Einzelwettkampf ausgetragen wurde (Einzelergebnisse siehe Ergebnislisten). Die Turnerin mit der höchsten Gesamtpunktzahl des Wettkampfwochenendes war Sandra Rohrhirsch in der A/B-Jugend Gau mit der einzigen Wertung über 70 Punkten, nämlich mit genau 70,20 Punkten. Sie trat für die TS Jahn München an.

Für den veranstaltenden Turngau stand die Gaufachwartin Kerstin Schmidt, mit Unterstützung der Kampfrichterwartin Michaela Bernst, gewohnt souverän in der Halle. Zu diesem Team gehörte auch noch Alexandra Rau, die dieses Mal die EDV-Auswertung übernahm und ihr gingen vor allem Mona und Tina Frei zur Hand, so dass alles reibungslos verlief. Manu und Toddy Peischl vom TSV Unterföhring mit ihrem Helferteam hatten wie immer alles in der Halle – von der Musik bis zu den Geräten - im Griff. Außerdem gab es wieder ein umfangreiches und leckeres Catering zu fairen Preisen.

Im Gauentscheid traten insgesamt 200 Turnerinnen in 40 Mannschaften an. Dies waren fünf Mannschaften mehr als im Vorjahr, in dem in der C- und E-Jugend deutlich weniger Mannschaften für den Gauwettkampf gemeldet waren. Wie im letzten Jahr gingen auch heuer alle ersten Plätze und zusätzlich noch drei weitere Treppchenplätze an die TS Jahn München, die damit erneut ihre Dominanz auf Gauebene unterstrich. Diese ersten Plätze berechtigen zur Teilnahme am Regionalentscheid „Oberbayern“ am 14.11.2015 wieder in Unterföhring. Außerdem dürfen dort die zweitplatzierten ebenfalls antreten. Diese sind in der WK1 der Turnerinnen der TSV Unterföhring, bei der A/B-Jugend (WK2) die TS Jahn München II gemeinsam mit den punktgleichen Mädchen des TSV Haar. In der WK3 (C-Jugend) wieder der TSV Unterföhring wie auch bei der D-Jugend (WK4). Erstmals entsendet der Turngau München aufgrund der Punktgleichheit in WK2 statt der üblichen acht, neun Mannschaften zum Regionalentscheid. Wir wünschen unseren Vertretern des Turngaus viel Erfolg am 14. November.

Zusätzlich standen je eine Mannschaft von ESV Neuaubing, TSV Großhadern und erneut vom TSV Haar auf dem Treppchen.

Im Rahmenwettkampf bei dem 363 Turnerinnen in 65 Mannschaften antraten (dies waren drei Teams mehr als im Vorjahr), waren die 15 Podestplätze auf acht Vereine verteilt. Die meisten Pokale konnten sich hier die Mädchen des TSV Großhadern (vier Podestplätze) erkämpfen. TSV Jahn Freising gewann zwei Mal, die TS Jahn, der USC München und die SpVgg Höhenkirchen standen auch zwei Mal auf dem Podest. Je einmal unter den ersten drei Mannschaften waren der SV-DJK Taufkirchen, der SV Heimstetten und der SV Lohhof.

Nach den zweieinhalb Tagen waren alle Pokale, Urkunden und Geschenke an die Turnerinnen verteilt. Dieses Mal erhielten alle acht Mannschaften im Gau für jede Turnerin einen schönen Glaspokal und eine Urkunde sowie die Mädchen der ersten drei Mannschaften im Rahmenwettkampf. Alle dahinter platzierten Mannschaften erhielten Urkunden und jede Turnerin durfte sich einen Schlüsselanhänger aus einem bunten Sortiment mit schönen, von Kerstin Schmidt persönlich kreierten Turnbegriffen wie z.B. „Super Turntalent“ oder „Turn Superstar“ heraussuchen. Wo immer diese Schlüsselanhänger befestigt werden, werden sie die Besitzer in Zukunft an dieses schöne Wochenende in Unterföhring erinnern.

Text:    H. Kölz            Fotos:  H. Kölz 

25.10.2015